Hörnblog

Umleitung

O dear, da ist Posterous auch schon wieder Geschichte, und mein furchtbar vernachlässigter Blog musste mal wieder umziehen. "Resedagrün" wohnt jetzt hier.

Neue Stadt, neuer Blog

Es geht weiter, und zwar in der alten Heimat und hier.

Köln

Paris, Metro "Le Châtelet"

Paris, Musée d'Orsay

Ach, wie flüchtig

Aus mancherlei Gedanken kam ich auf die Musikwissenschaften, und von dort auf die Idee, doch mal im Netz zu schauen, was so gelehrt wird an den Hochschulen. Aus alter Anhänglichkeit ging ich virtuell nach Bochum und fand - nichts. Bei den Historikern, immerhin war mir eingefallen, dass die Musikwissenschaften zu deren Fakultät gehört hatten, begegnete mir endlich ein Hinweis, klein und verschämt links unten, unter der Todesanzeige eines Professors für römische Historie:

Auslaufen des Studiengangs Musikwissenschaft

Zum 30.09.2008 ist der Magisterstudiengang Musikwissenschaft in Bochum ausgelaufen. Die Fakultät bedauert dies außerordentlich und möchte allen, die hier mit Freude und Begeisterung Musikwissenschaft gelehrt und studiert haben, noch einmal ihren herzlichen Dank aussprechen.

Jaja, ich weiß, konstant ist nur der Wandel undsoweiter, aber da musste ich doch sehr schlucken. Wie unzählig viele Stunden verbachten wir in diesem Keller des Gebäudes GA, wie oft hingen wir unten den Kopfhörern des Tonstudios, die Noten vor der Nase; wie oft schlichen wir unter dem Sousaphon durch, das unter der Decke hing; wieviel Schweiß und wie viele Flüche gingen drauf für Partiturspiel oder Mensuralnotation; was habe ich alles gelernt dort vom Cembalobau über Orpheus-Opern bis Musik-Montagetechnik in den Eisenstein-Filmen; wie war es herrlich, wenn wir zwischendurch in einem der Musikräume verschwanden, um ein paar Schütz-Motetten oder Kleine geistliche Konzerte zu singen zum Spaß...und das ist jetzt WEG??? Und wo ist die Bibliothek???

Liebe Nordrhein-Vandalen!

Jaja, da staunt Ihr, aber so sagt man hier tatsächlich zu den Urlaubern aus Castrop-Rauxel, Düsseldorf oder gar Wuppertal. 
Also: Ihr wisst ja überhaupt gar nicht, wie gut Ihr's habt. Respektive Eure Ohren. Gequält von RSH, N-Joy und Deltaradio habe ich gerade nach langer Zeit mal wieder den Livestream von 1live angeknipst – und es ist TOLL. Natürlich auch deshalb, weil mein früherer freier Mitarbeiter Jan Drees da die Büchertipps geben darf. Aber auch sonst. Und sowieso gilt das Gleiche für die Klassiker von WDR3 und die anderen WDRundfunker.
Mehr Netzhören? Byte FM. Immerhin Grimme-Preisträger und obercool. Wer von der Startseite auf "Blog" geht, findet dort auch die Strems für iTunes & Co.


Mond über Elberfeld

Soundtrack: Arvo Pärt, Cantus in Memoriam Benjamin Britten. Foto: Oliver Weckbrodt

The man I love


Lieblingsszene

Zu viele Trauerseiten hier in den vergangenen Tagen... und dann Pina, was für ein Verlust.

I'll be there


Kinderstar

Masse und Macht

Vielleicht passiert gar nichts. Oder nur was ganz Kleines. Vielleicht wird es Superchaos. Und ich beneide wirklich diejenigen bei Verwaltung und Polizei nicht, die sich auf dermaßen Unkalkulierbares einstellen müssen und anschließend auf die Mütze kriegen, wenn was schief geht.
Zugleich ist es ein schönes Lehrstück darüber, wie im Netz aus einer Mücke ein Elefant wird: Ein Liebeskummer-gebeutelter Mittzwanziger murmelt im Netz was von Party auf Sylt, und 13.000 melden sich an. Was bisher geschah und was jetzt los ist.

Inselhopping

Barbara kam samt ihrer dreiköpfigen Mannschaft heute von Amrum rüber.

Weiße Nächte

Es gibt Gründe, das Leben auf Sylt zu lieben. Dies ist einer: Es ist 10 am Abend, die Sonne ist gerade eben hinterm Horizont verschwunden. Vom Schreibtisch aus sehe ich in den hellblauen Himmel mit rosa Schleiern, darin eine blassgelbe Mondsichel. Das wird jetzt noch toller, drei Wochen lang, dann geht es wieder bergab.

The world outside my window

Erkenntnis des Tages: Ich sollte öfter das Haus verlassen. 
Hatte einen Termin für unsere monatlichen Konzertplakate vergessen und musste daher selbst welche über die Insel bringen. Bei 20 Grad und strahlender Sonne nicht wirklich eine Strafe. Ich traf echte Menschen, stellte fest, dass Nico jetzt bei der Kurverwaltung Rantum arbeitet, freute mich, die Mädels des Tourismus-Service Kampen zu sehen und aß ne Pommesmayo im Lister Hafen ("Saget Sie, is desch do scho Dänemark?"). Staunte über den neuesten Neubauklotz, das zukünftige Arosa Resort in List, und freute mich an Ginster und Heckenrosen.

Autostatisktik: 1 Ford Mustang, 1 Jaguar, 1 Ferrari, 1 Maserati

Rechts ne Düne, links ne Düne...

Der gemeine Sylter fährt Auto, um von A nach B zu kommen, beispielsweise von Hörnum nach Westerland. Der gemeine Sylt-Urlauber fährt Auto, um was von der Insel zu sehen und vielleicht auch irgendwann in B anzukommen. Diese beiden Interessenlagen lassen sich nicht gut vereinbaren und auf der schmalen Insel leider räumlich nicht trennen. Das führt dazu, dass der gemeine Sylter während der Sommersaison, aber auch zu Ostern, Pfingsten oder eben Himmelfahrt (jetzt!!!) häufig ins Lenkrad beißt und schlimmstenfalls zu waghalsigen Überholmanövern neigt. 
Dummerweise nimmt der Autoverkehr auch in mein ursprünglich mal verpenntes Dorf stetig zu (Hapimag-Hotel! Golfer! Neubaugebiete!), so dass man ab Ostern für eine Tour in die Stadt locker 15 Minuten mehr einplanen sollte. Die Grenzen des Wachstums waren Anfang Oktober 08 besonders deutlich überschritten, als alle Gäste des Surf World Cup gleichzeitig von der Insel wollten und von List bzw. Hörnum teils sechs Stunden bis auf den Autozug brauchten... die haben dann sicher auch ins Lenkrad gebissen.

Neustart

Wollen wir mal sehen ... was Sandvox so kann.
Rapid Weaver hatte solche Probleme mit dem Publishing, dass ich gar nichts mehr geschrieben habe. Hier funktioniert das Veröffentlichen wunderbar, dafür ist die Seitengestaltung recht unflexibel - man kann vermutlich nicht alles haben.

Überzeugend

Neulich in einem kleinen Restaurant in Keitum. Eine junge Dame fragt, ob sie das Putengeschnetzelte auch ohne Champignons haben könne. Die Dame, die bedient, geht nach hinten in die Küche und fragt den Koch. Von dort schallt Sekunden später mit schönstem norddeutschen Dittsche-Zungenschlag durch den Laden: Jesss, wi kähn!