Hörnblog

Weiße Nächte

Es gibt Gründe, das Leben auf Sylt zu lieben. Dies ist einer: Es ist 10 am Abend, die Sonne ist gerade eben hinterm Horizont verschwunden. Vom Schreibtisch aus sehe ich in den hellblauen Himmel mit rosa Schleiern, darin eine blassgelbe Mondsichel. Das wird jetzt noch toller, drei Wochen lang, dann geht es wieder bergab.

The world outside my window

Erkenntnis des Tages: Ich sollte öfter das Haus verlassen. 
Hatte einen Termin für unsere monatlichen Konzertplakate vergessen und musste daher selbst welche über die Insel bringen. Bei 20 Grad und strahlender Sonne nicht wirklich eine Strafe. Ich traf echte Menschen, stellte fest, dass Nico jetzt bei der Kurverwaltung Rantum arbeitet, freute mich, die Mädels des Tourismus-Service Kampen zu sehen und aß ne Pommesmayo im Lister Hafen ("Saget Sie, is desch do scho Dänemark?"). Staunte über den neuesten Neubauklotz, das zukünftige Arosa Resort in List, und freute mich an Ginster und Heckenrosen.

Autostatisktik: 1 Ford Mustang, 1 Jaguar, 1 Ferrari, 1 Maserati

Rechts ne Düne, links ne Düne...

Der gemeine Sylter fährt Auto, um von A nach B zu kommen, beispielsweise von Hörnum nach Westerland. Der gemeine Sylt-Urlauber fährt Auto, um was von der Insel zu sehen und vielleicht auch irgendwann in B anzukommen. Diese beiden Interessenlagen lassen sich nicht gut vereinbaren und auf der schmalen Insel leider räumlich nicht trennen. Das führt dazu, dass der gemeine Sylter während der Sommersaison, aber auch zu Ostern, Pfingsten oder eben Himmelfahrt (jetzt!!!) häufig ins Lenkrad beißt und schlimmstenfalls zu waghalsigen Überholmanövern neigt. 
Dummerweise nimmt der Autoverkehr auch in mein ursprünglich mal verpenntes Dorf stetig zu (Hapimag-Hotel! Golfer! Neubaugebiete!), so dass man ab Ostern für eine Tour in die Stadt locker 15 Minuten mehr einplanen sollte. Die Grenzen des Wachstums waren Anfang Oktober 08 besonders deutlich überschritten, als alle Gäste des Surf World Cup gleichzeitig von der Insel wollten und von List bzw. Hörnum teils sechs Stunden bis auf den Autozug brauchten... die haben dann sicher auch ins Lenkrad gebissen.

Neustart

Wollen wir mal sehen ... was Sandvox so kann.
Rapid Weaver hatte solche Probleme mit dem Publishing, dass ich gar nichts mehr geschrieben habe. Hier funktioniert das Veröffentlichen wunderbar, dafür ist die Seitengestaltung recht unflexibel - man kann vermutlich nicht alles haben.

Überzeugend

Neulich in einem kleinen Restaurant in Keitum. Eine junge Dame fragt, ob sie das Putengeschnetzelte auch ohne Champignons haben könne. Die Dame, die bedient, geht nach hinten in die Küche und fragt den Koch. Von dort schallt Sekunden später mit schönstem norddeutschen Dittsche-Zungenschlag durch den Laden: Jesss, wi kähn!